Pflanzenölbasierende Kraftstoffe

Pflanzenölbasierende Kraftstoffe werden aus naturbelassenen Ölpflanzen aus der landwirtschaftlichen Produktion gewonnen. Dazu zählen reine Pflanzenöle und nach der Weiterverarbeitung Biodiesel.

 

Ölpflanzen aus landwirtschaftlicher Produktion

  • Rapssaat,
  • Sonnenblumen,
  • Leindotter etc.
  • Palmöl (Import)
  • Sojabohnen (Import),

 

Pflanzenöl (Pöl)

Den geringsten Aufwand unter den biogenen Kraftstoffen verlangt Pflanzenöl. In Deutschland verarbeitet man zum Großteil Rapssaat. Nach Pressen der ölhaltigen Früchte in der Ölmühle erhält man Ruböl und Rapsschrot, welches zu Weltmarktpreisen in die Futtermittelindustrie verkauft wird. Nach Filterung des Ruböls erhält man reines Rapsöl, welches als sogenanntes Pöl in Motoren verbrannt, zu Biodiesel weiterverarbeitet oder als Salatöl genossen werden kann.

 

Zum Verbrauch von sog. Pöl sind je nach Motortyp Anpassungen einiger Parameter des Dieselmotors nötig, um diesen auf die vom Dieselkraftstoff abweichenden physikalischen Eigenschaften einzustellen. Einige Hersteller u.a. die Firma Elsbett bieten für Kfz, landwirtschaftliche Maschinen und andere Motoren Umbausätze an, so daß u.a. der Kraftstoff erwärmt und somit auch im Winter fließfähig gehalten werden kann.

 

Die steuerliche Besserstellung der pflanzenölbasierenden Kraftstoffe gegenüber Mineralölkraftstoffen schafft Investitions- und Innovationsanreize.

Dezentrale Pflanzenölkonzepte sind ökologisch wie ökonomisch sinnvoll, da der Treibstoff dort produziert wird, wo der Verbraucher ihn nachfragt. Die Transportkosten pro produzierten Liter biogenen Treibstoff liegen somit wesentlich niedriger als die der fossilen Treibstoffe. Eine Verseuchungsgefahr wie bei zahlreichen Tankerunglücken in den Weltmeeren durch fossile Treibstoffe ist hier nicht gegeben.




Doch welche Energiepflanze hat die besten Zukunftschancen? Raps (für Pflanzenöl und Rapsmethylester / Biodiesel), Weizen und Roggen (zur Nahrungsmittel- und Bioethanolproduktion) oder Mais (zur Biogas- und Biomethanproduktion). Das wichtigste Kriterium bezüglich Wirtschaftlichkeit ist der Energieertrag pro Hektar unter Berücksichtigung des aufgewendeten Energieeinsatzes. Doch nicht alleine der beste Flächenertrag zählt. Der Landwirt muß auch auf die richtige und ausgewogene Fruchtfolge auf seinen Flächen achten.

 

So können heute in einem landwirtschaftlichen Betrieb, auch ohne die Gefahr einer Monokultur und damit einer Auslaugung der Böden, auf bis zu 100 % der Flächen unterschiedliche nachwachsende Rohstoffe angebaut werden.

 

  • Mais und Gras zu Biogas (und Biomethan)
  • Kartoffeln Roggen Stroh zu Bioethanol
  • Raps zu Pöl und Biodiesel.



WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN

 

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

bmu.de

 

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